Fragen zum Elektroroller

Fragen zu E-Rollern

Moderne Elektroroller unterscheiden sich mitunter stark von herkömmlichen Rollern mit Verbrennungsmotor. Wer sich für einen E-Scooter interessiert, hat daher in der Regel jede Menge Fragen. Wir wollen Dir dabei helfen, Deine Fragen zu beantworten und haben daher die wichtigsten Fragen zu Elektrorollern zusammengestellt und beantwortet.

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Allgemeines​

Was sind die Vorteile eines Elektrorollers?

  • Kosten: Der Elektroroller ist im Alltag deutlich kostengünstiger als andere Verkehrsmittel und insbesondere auch als ein Roller mit Verbrennungsmotor. Ein Elektroroller kostet auf 100 km etwa ein Viertel dessen, was ein Roller mit Verbrennungsmotor kosten würde. Zudem fallen kaum Wartungskosten an.
  • Flexibilität: Der Elektroroller kann an jeder herkömmlichen Steckdose geladen werden, egal ob zuhause oder im Büro. Die meisten Akkus sind heutzutage entnehmbar und können auch in jedem Zimmer bequem geladen werden. Die Suche nach Tankstellen erübrigt sich dadurch.
  • Praktikabilität: Der E-Roller wartet direkt vor der Haustür – egal ob man in den engen Häuserschluchten von Stuttgart oder im schicken Schwabing wohnt. Im Stau fährt man einfach an den Autos vorbei, die Parkplatzsuche ist ebenfalls deutlich entspannter – was will man eigentlich morgens auf dem Weg zur Arbeit mehr?
  • Emissionen: Emissionen? Fehlanzeige. Wer aus Gründen des Umweltschutzes morgens zum Fahrrad greift, kann auch gleich zum Elektroroller greifen: Die Ausstöße beim Fahren sind lokal ebenfalls gleich Null! Der Fahrer eines Elektrorollers muss sich aber bei der Arbeit nicht mehr duschen…
  • Fahrvergnügen: Kann der Weg zur Arbeit eigentlich Spaß machen? Ja er kann! Mit einem E-Roller. Auch Alltag ist Lebenszeit! Warum nicht den Weg zur Arbeit zum Erlebnis machen?
  • Lifestyle: Der Elektroroller ist kein Fortbewegungsmittel, er ist ein Lifestyleprodukt. Bewundernde Blicke sind inbegriffen…

Was sind die größten Unterschiede zwischen Elektrorollern und Rollern mit Verbrennungsmotor?

  • Elektroroller sind mit Strom betrieben, nicht mit Benzin. Elektroroller enthalten daher Akkus, die je nach Modell entnehmbar sind oder nicht.
  • Das „Tanken“, also das Aufladen des Akkus, kann in der Regel an jeder herkömmlichen Haushaltssteckdose erfolgen.
  • Je nach Modell kann der Akku bereits nach wenigen Stunden voll geladen sein.
  • Beim Bremsen wird durch die sogenannte Rekuperation Energie wiedergewonnen. Wer umsichtig fährt, kann daher bei der Fahrt den Akku zum Teil wieder aufladen.
  • Die Reichweite der E-Roller ist für den gewöhnlichen Stadtgebrauch völlig ausreichend, zum Teil erreichen Elektroroller Reichweiten um die 100 km pro Ladung.
  • Im Gegensatz zu Rollern mit (Benzin-)Verbrennungsmotor sind die E-Roller weitgehend geräuschlos. Mehr als ein leises Surren ist in der Regel nicht zu vernehmen.
  • Durch die direkte Umsetzung der Energie in Beschleunigung können E-Roller sehr schnell anfahren. 

Welcher Elektroroller passt am besten zu mir?

Das hängt von Deinen Bedürfnissen und auch von Deinen Design-Vorlieben ab. Wir haben zu diesem Zweck bei den Elektrorollern auf dieser Seite entsprechende Filterfunktionen.

Ganz generell gibt es vor allem die folgenden Kriterien, die in den meisten Fällen ausschlaggebend sind:

  • Motorleistung: Elektroroller mit geringer Motorleistung (z.B. 2 PS, 1,4 kW oder 1400 Watt) sorgen für eine geringere Beschleunigung und auch weniger Geschwindigkeit am Berg. Wer also Wert legt auf eine gute Beschleunigung und auch gerne in hügeligen Gegenden schnell unterwegs ist, sollte sich einen Roller mit höherer Motorleistung anschaffen, z.B. einen Roller mit 4 kW (ca. 5,44 PS oder 4000 Watt). Zu beachten ist allerdings, dass man für einen Elektroroller über 4 kW (ca. 5,44 PS oder 4000 Watt) einen höheren Führerschein als AM oder B benötigt. Näheres weiter unten unter Führerschein / Rechtliches.
  • Akku entnehmbar: Wer keine eigene Garage oder einen Stellplatz mit Steckdose hat (z.B. bei Mietwohnungen mitten in der Innenstadt), sollte sich dringend einen Elektroroller mit entnehmbaren Akku anschaffen. Andernfalls bekommt man Probleme mit dem Aufladen. 
  • Reichweite: Auch bei der Reichweite sollte man sich überlegen, welche Strecken man zurücklegen möchte ohne zwischenladen zu müssen. Für kurze Strecken zur Arbeit (bis 30 km) kann man heutzutage eigentlich fast jeden Elektroroller kaufen. Für längere Strecken (bis 100 km) sollte man dringend die jeweiligen Herstellerangaben beachten und sich versichern, dass die gewünschte Reichweite auch wirklich erreicht werden kann. Die Reichweiten findest Du bei den einzelnen Rollern auf unserer Seite. Wichtig hierbei: Faktoren wie z.B. Kälte, Fahrverhalten, Steigungen oder Beladung können die Reichweite negativ beeinträchtigen. 
  • Ladezeit: Wer viel unterwegs ist und häufig laden muss, sollte darauf achten, sich einen Roller mit möglichst kurzer Ladezeit anzuschaffen. Die Ladezeiten findest Du ebenfalls bei den technischen Daten der einzelnen E-Scooter auf dieser Seite.
  • Kosten: In den Anschaffungskosten unterscheiden sich die Roller heutzutage sehr. Gerade wenn das Design eine große Rolle spielen soll, muss man oftmals ein paar tausend Euro mehr mitbringen. Im täglichen Verbrauch gibt es kaum Unterschiede bei den Stromkosten. Viele Hersteller geben die Kosten auf 100 km an. Meist ist man mit unter einem Euro auf 100 km dabei. 
  • Garantie: Viele Hersteller bieten eine eigene Garantie auf Roller bzw. den Akku an. Wer also abgesehen von den gesetzlichen Gewährleistungsrechten zusätzlich abgesichert sein möchte, sollte auch die jeweiligen Garantieangebote bei der Kaufentscheidung miteinbeziehen.  
  • Beifahrer möglich: Nicht alle Roller bieten Platz für 2 Personen. Wer daher gerne zu zweit unterwegs ist, sollte auch darauf achten, dass der jeweilige E-Roller über zwei Sitze verfügt.
  • Steigfähigkeit: Viele Hersteller geben die Steigfähigkeit der Elektroroller an. Gerade wenn man in hügeligen Gegenden fährt sollte man auch auf die Steigfähigkeit einen Blick werfen. Je höher die Watt-/ PS-/ kW- Zahl, desto besser die Steigfähigkeit.
  • Körpergröße: Auch die Körpergröße spielt eine Rolle bei der Wahl des Rollers. Ab einer Körpergröße von 1,90 m sollte man genau auf die Maße des Rollers, insbesondere die Beinfreiheit, achten. Ansonsten kann es vorkommen, dass man mit den Beinen anstößt, was natürlich negative Auswirkungen auf das Fahrvergnügen hat.

Reichweite

Welche Reichweite haben Elektroroller?

Auch das ist von Modell zu Modell unterschiedlich. Moderne Elektroroller haben zum Teil eine Reichweite von über 100 km. Faktoren wie z.B. Kälte, Fahrverhalten, Steigungen oder Beladung können die Reichweite aber negativ beeinträchtigen. 

Die Reichweite der einzelnen Roller findest Du bei den technischen Daten der Roller auf dieser Seite. 

Ladezeit / Akku​

Wo kann ich den Elektroroller laden?

Bei modernen Elektrorollern kann man den Akku mit einem Handgriff aus dem Rollern nehmen und bequem in der eigenen Wohnung oder an jeder anderen Haushaltssteckdose aufladen.

Die E-Roller werden normalerweise mit einem Ladekabel geliefert, das man immer beim Roller mitführen sollte.

Wie hoch ist die Ladedauer eines Elektrorollers?

Das ist von Modell zu Modell unterschiedlich und hängt auch von Akku und Ladegerät ab. Es gibt Roller, die bereits nach 2 Stunden aufgeladen sind, andere Elektroroller benötigen zum Teil 4 Stunden oder mehr. 

Wie lange die einzelnen Roller für das Aufladen benötigen findest Du bei den technischen Daten der Roller auf dieser Seite. 

Kann ich den Akku zum Laden mit in die Wohnung nehmen?

Bei vielen neuen Modellen ist der Akku entnehmbar und kann daher bequem in der eigenen Wohnung an einer normalen Haussteckdose geladen werden. Das ist natürlich gerade dann praktisch, wenn man den Roller mangels eigener Garage auf der Straße abstellen muss und dort keine Steckdose zur Verfügung hat.  

Muss der Akku komplett entladen werden?

Nein. Je nach Akku Typ ist es sogar besser, wenn die Batterien zwischendurch geladen werden und nicht vor dem Ladevorgang nahezu entladen sind.

Kann ich den Elektroroller „notladen“ wenn er stehen bleibt?

Klar, Du kannst den Akku jederzeit an jeder Haussteckdose laden. Die Ladedauer ist von Modell zu Modell unterschiedlich. Manchmal genügen schon einige Minuten, um zum Ziel weiterfahren zu können.

Wie pflege ich den Akku am besten?

Nach Möglichkeit sollte der Akku niemals vollständig entladen sein. Sinnvoller ist es daher, den Akku nach dem Gebrauch wieder aufzuladen und regelmäßig zu benutzen. Im Winter sollte der Akku vor der Einlagerung vollgeladen sein und alle paar Wochen nachgeladen werden. Der Akku sollte zudem trocken und nicht zu kalt gelagert werden. Da es von Modell zu Modell Unterschiede geben kann, sollte man sich bei Fragen an den jeweiligen Hersteller richten.

Welcher Akkutyp ist der beste?

Die meisten Elektroroller haben entweder Bleiakkus oder Lithium-Ionen-Akkus. Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung würde hier den Rahmen sprengen, man kann aber folgendes festhalten:

  • Bleiakkus sind in der Regel sehr robust und trotzen auch kalten Temperaturen. Dafür haben sie eine kürzere Lebensdauer.
  • Lithium-Ionen-Akkus verlieren teilweise bei Kälte an Ladung, dafür halten sie deutlich länger.

Für welchen Akkutyp man sich entscheidet, hängt dementsprechend mal wieder von den eigenen Bedürfnissen ab.

Kosten

Was kostet ein E-Roller im Vergleich zu einem Roller mit Verbrennungsmotor?

In der Anschaffung sind Elektroroller zum Teil teurer als herkömmliche Roller mit Verbrennungsmotor. Dafür sind sie in der Regel im Alltag billiger. Je nach Stromanbieter und Modell kann man einen Elektroroller für unter einem Euro auf 100 km fahren. Bei Rollern mit Verbrennungsmotor muss man je nach Modell und Treibstoffanbieter mit ca. 4 Euro auf 100 km rechnen.

Wie hoch sind die Wartungskosten bei einem Elektroroller?

Elektroroller haben bspw. aufgrund des Nabenantriebes deutlich weniger Verschleißteile als ein herkömmlicher Roller mit Verbrennungsmotor und deshalb in der Regel nur einen vergleichsweise geringen Wartungsbedarf.

Führerschein/ Rechtliches

Welchen Führerschein benötigt man für einen Elektroroller?

Für Deutschland gilt Folgendes:

Ab 15 Jahren darf man mit einer Prüfbescheinigung E-Roller mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h fahren.

Hinweis: Viele der am Markt angebotenen E-Roller mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h kann man auch auf 25 km/h gedrosselt kaufen.

Ab 16 Jahren kann man Elektroroller mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h mit einem Führerschein der Klasse AM oder A1 fahren.

Der Führerschein ab 17 Jahren (Führerscheinklasse BF 17) berechtigt ebenfalls zum Führen eines E-Rollers mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h, auch ohne Begleitung.

Ab dem 18. Lebensjahr dürfen Besitzer eines Autoführerscheins (Klasse B) oder der Motorradführerscheine (A, A2) alle 25-45 km/h-Modelle fahren. Das Mindestalter für einen A-Führerschein beträgt allerdings 24 Jahre (für Direkteinstieg), 20 Jahre (bei mind. 2 Jahren Vorbesitz der Klasse A2).

Für Elektroroller mit einer Höchstgeschwindigkeit über 45 km/h ist mindestens die Führerscheinklasse A1 erforderlich, je nach Leistung des E-Rollers ist sogar eine höhere Führerscheinklasse (A, A2) erforderlich.

Informier Dich also vor einem Kauf, ob Du den jeweils erforderlichen Führerschein hast.

Gibt es für Elektroroller eine Helmpflicht?

Ja! Wer Krafträder mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von über 20 km/h führt sowie auf oder in ihnen mitfährt, muss gemäß § 21a Abs. 2 StVO während der Fahrt einen geeigneten Schutzhelm tragen. Dies gilt nicht, wenn vorgeschriebene Sicherheitsgurte angelegt sind.

Muss ich mit dem Elektroroller zur Inspektion?

Grundsätzlich macht es sicherlich immer Sinn, den E-Roller regelmäßig zu einer Inspektion zu bringen, um Probleme frühzeitig erkennen und beheben zu lassen, bevor ein Schaden entsteht. Hat Dein Vertragspartner im Kauf eine Garantie erteilt, kann das Bestehen der Garantie sogar davon abhängig gemacht werden, ob Du alle Inspektionstermine eingehalten hast. Daher empfehlen wir Dir, Deine Vertragsunterlagen gleich zu Beginn sorgfältig zu lesen, damit Du derartige Klauseln gar nicht erst übersiehst und womöglich Deine Garantieansprüche verlierst. 

Versicherung/ Steuern/ Zulassung

Benötige ich für einen 45 km/h Elektroroller eine Zulassung?

Nein! Eine Zulassung, wie man es für das Auto kennt, benötigt man für einen Elektroroller nicht. Du musst also nicht zu einer Zulassungsstelle, um eine Betriebserlaubnis für den E-Roller zu beantragen. Was Du allerdings benötigst, um einen Elektroroller auf der Straße fahren zu dürfen, ist eine gültige Versicherung und ein Versicherungskennzeichen, das das Bestehen einer wirksamen Versicherung bestätigt. 

Benötige ich für meinen Elektroroller eine Versicherung?

Ja! Für Deinen Elektroroller benötigst Du eine gültige Versicherung und ein Versicherungskennzeichen, das das Bestehen einer wirksamen Versicherung bestätigt. Versicherungskennzeichen kann man bei jeder Versicherungsagentur erhalten und mittlerweile meist auch bequem Online beantragen und sich zusenden lassen. Notwendig sind i.d.R. Angaben zum Hersteller, der Fahrgestellnummer (Fahrzeug-Identifikationsnummer), Antriebsart und Baujahr. Wichtig: das Versicherungskennzeichen ist jeweils nur für ein Jahr gültig ist und muss ab dem 1. März eines jeden Jahres aktiv neu bei der Versicherung beantragt werden.

Muss ich für einen Elektroroller mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h Kfz-Steuer zahlen?

Nein! Elektroroller mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h gelten als Kleinkrafträder und sind daher gemäß § 3 Abs. 2 d) FZV i.V.m. § 3 Nr. 1 Kraftfahrzeugsteuergesetz von der Kfz-Steuer befreit.

Gelten Fahrverbote für Elektroroller?

Nein, allerdings gilt für Elektroroller wie für alle anderen Fahrzeuge die Straßenverkehrsordnung. Elektroroller darf man daher wie alle anderen Fahrzeuge z.B. nicht auf dem Gehsteig oder in der Fußgängerzone auf dem Radweg fahren.

Technische Informationen

Wieviel PS sind 1000 Watt?

1000 Watt entsprechen 1,36 PS.

Wann macht ein Roller mit vergleichsweise höherer Wattleistung Sinn?

Mehr Leistung ist beispielsweise dann gut, wenn Du in einer hügeligen oder gebirgigen Umgebung fahren willst oder zu zweit unterwegs bist.

Was ist ein Radnabenmotor?

Elektroroller verfügen in der Regel über einen sogenannten Radnabenmotor. Der Radnabenmotor (manchmal auch nur „Nabenmotor“ genannt) zeichnet sich dadurch aus, dass er im Gegensatz zu herkömmlichen Antriebskonzepten direkt auf der Radnabe des Rades sitzt, somit Bestandteil des Rades ist und das Rad daher direkt antreibt. Eine Kette, wie man sie von herkömmlichen Rollern oder Motorrädern mit Verbrennungsmotor kennt, wird dadurch überflüssig. Der Radnabenantrieb hat gleich mehrere Vorteile. Da er direkter Bestandteil des Rades ist, hat der Radnabenmotor einen deutlich höheren Wirkungsgrad. Verluste wegen zusätzlicher mechanischer Komponenten, wie z.B. Gelenkwellen, Getriebe oder Ketten, fallen weg. Der gewonnene Platz unter der Motorhaube kann außerdem für größere und leistungsfähigere Akkus genutzt werden.

Reparatur

Wer zahlt die Reparatur für den Elektroroller?

Das kommt darauf an!

Liegt beim Roller ein Schaden vor, den Du selbst verursacht hast, wirst Du den Schaden vermutlich selbst zahlen müssen. Ggf. greift aber eine Versicherung. Ein Blick in die eigenen Versicherungsunterlagen kann sich an dieser Stelle durchaus lohnen.

Wurde der Roller sachgemäß benutzt und liegt dennoch ein Mangel vor, z.B. weil der Roller bei Lieferung schon einen Defekt hatte, oder aber beispielsweise eine schlechte Verarbeitung zu einem späteren Mangel geführt hat, ist in der Regel Dein direkter Vertragspartner der richtige Ansprechpartner. Das kann entweder der Hersteller sein, bei dem Du direkt gekauft hast, oder ein Händler. Wichtig ist zunächst, was genau in Deinem Vertrag vereinbart ist. Enthält Dein Vertrag z.B. eine Garantie für mehrere Jahre, kannst Du Dich ggf. auf diese Garantie berufen. Allerdings kommt es auch darauf an, wofür genau eine Garantie abgegeben wurde. Oft gibt es nämlich Garantien nur für den Akku, nicht aber für den Rest des Rollers.

Sollte der Vertrag keine Garantie oder ähnliche Zusätze (z.B. „Verkäufer übernimmt Reparaturen jeglicher Art für zwei Jahre ab Kaufvertragsabschluss“) enthalten, ist die Frage, ob Du gesetzliche Gewährleistungsrechte gegen den Verkäufer geltend machen kannst. Du musst den Vertragspartner dann (schriftlich, mit einer Frist von mindestens 2 Wochen) dazu auffordern, diesen Mangel zu beseitigen. Der Vertragspartner muss den Elektroroller dann entweder auf eigene Kosten reparieren, oder Dir einen neuen E-Roller zur Verfügung stellen. Unter Umständen kann auch Schadensersatz, Minderung des Kaufpreises oder ein Rücktritt vom Vertrag in Frage kommen, das hängt aber von den Umständen des Einzelfalls ab. Die gesetzlichen Gewährleistungsansprüche verjähren nach 2 Jahren ab Ablieferung des Rollers.

Wie lange besteht eine Garantie für einen Elektroroller?

Zunächst ist zu klären, ob Dein Vertragspartner überhaupt eine Garantie abgegeben hat; dazu ist er nämlich rechtlich nicht verpflichtet. Garantien können vom Verkäufer zusätzlich zu den gesetzlich bestehenden Mängelrechten des Käufers abgegeben werden. Oft garantiert der Verkäufer über die gesetzlichen Verjährungsfristen für Mängelrechte (2 Jahre) hinaus für einen längeren Zeitraum anfallende Reparaturkosten zu übernehmen, um einen zusätzlichen Kaufanreiz zu bieten. Ob eine solche Garantie im Einzelfall vom Verkäufer abgegeben wurde, kannst Du i.d.R. dem Kaufvertrag entnehmen.

Wichtig: Garantien werden oftmals nur unter bestimmten Voraussetzungen gegeben, z.B. bei Wahrnehmung regelmäßiger Inspektionstermine o.ä.  

Wo kann ich meinen Elektroroller reparieren lassen?

Wer hätte es gedacht: In einer Werkstatt! Es gibt mittlerweile viele Werkstätten, die sich auf die Reparatur von Elektrorollern spezialisiert haben. Solltest Du konkreten Reparaturbedarf bei Deinem Elektroroller haben, empfehlen wir Dir, Dich an den Verkäufer des Rollers zu wenden. Das kann entweder der Hersteller selbst sein, wenn dieser direkt verkauft, oder aber ein Händler. Sowohl Hersteller als auch Händler arbeiten in der Regel mit einem Service-Netzwerk aus vielen Werkstätten zusammen. In den meisten Fällen hilft schon ein Blick auf die Homepage Deines Vertragspartners.