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Die Feststoffbatterie – beginnt jetzt der Durchbruch des Elektroautos?

Feststoffbatterie

Elektroautos ziehen Blicke an, was nicht zuletzt am futuristischen Design der meisten Elektroautos liegt. Wer schon einmal einen Tesla Model S oder den neuen Audi e-tron gesehen hat, der ist zwangsläufig begeistert. Das Design ist atemberaubend und lässt die Zukunft erahnen.

Für die meisten Menschen ist das Design aber nicht ausschlaggebend für einen Kauf. Wer sich ein Auto kauft, möchte damit in erster Linie am Ziel ankommen. Und der Autofahrer im Jahr 2018 ist verwöhnt. Reichweiten von vielen hundert Kilometern sind bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor Standard. Muss man dann doch mal tanken, geht das in wenigen Minuten.

Anders sieht das immer noch beim Fahrer eines Elektroautos aus. Auch wenn die Hersteller von Jahr zu Jahr besser werden, muss man als Fahrer eines E-Autos auch im Jahr 2018 immer noch jede Menge Geduld mitbringen. Das Laden ist eher eine Sache von Stunden als von Minuten – vorausgesetzt, man findet eine freie Ladestation. Im Jahr 2018 ist das leider immer noch keine Selbstverständlichkeit.

 

Kommt mit der Feststoffbatterie jetzt der Durchbruch für das Elektroauto? 

 

Bereits seit Jahren wird an der sogenannten Feststoffbatterie geforscht, die nach Meinung einiger Experten für den Durchbruch des Elektroautos sorgen wird. Einer, der es wissen muss, ist der Japaner  Akira Yoshino. Er ist kein Geringerer als der Erfinder des Lithium-Ionen-Akkus, der bei den meisten Elektrofahrzeugen im Augenblick im Einsatz ist. Mehr als 500 km Reichweite seien mit dem Lithium-Ionen-Akku aber wohl nicht zu machen, verrät er im „Welt“-Interview. Eine glänzende Zukunft  prophezeit er hingegen der eingangs erwähnten Feststoffbatterie.

 

Ladezeiten unter fünf Minuten könnten möglich werden

Der Vorteil der Feststoffbatterie liegt in der deutlich kürzeren Ladezeit. Während ein Lithium-Ionen- Akku meist weit länger als eine Stunde geladen werden muss, könnte man in einigen Jahren eine Feststoffbatterie in unter fünf Minuten laden. Das wäre eine Revolution und könnte der Durchbruch für das Elektroauto sein. Schließlich ist es nicht schlimm, nach einigen hundert Kilometern zu laden – vorausgesetzt, man benötigt nicht Stunden für diesen Vorgang. Kein Wunder also, dass die führenden Autohersteller mittlerweile in diese Technik investieren. VW hat zu diesem Zweck vor kurzem 100 Millionen Dollar (86 Millionen Euro) in den US-Batterie-Entwickler QuantumScape investiert. Und selbst bei Toyota, wo man bis vor kurzem noch vom Siegeszug des Brennstoffzellenfahrzeuges ausgegangen ist, hat man das Potential des Elektroautos mit Feststoffzelle erkannt.

 

Feststoffbatterie aber erst in einigen Jahren serienreif

Neue Batterie – keine Probleme mehr? Nicht ganz! Wie so oft im Leben, geht es dann aber eben doch nicht ohne einen kleinen Wermutstropfen zum Schluss: Serienreif wird die Feststoffbatterie wohl erst in einigen Jahren sein. Wenn bis dahin die notwendige Infrastruktur für eine flächendeckende E-Auto Nutzung gewährleistet ist, steht dem Durchbruch des Elektroautos aber wohl nichts mehr im Weg.